Wie aus Kari Curry wurde

Der Name Curry stammt von dem Namen Kari ab, einer aus Indien stammenden klassischen würzigen Sauce, die für Fleisch, Fisch oder Gemüse zubereitet wird. Es gibt unzählige verschiedene Varianten der Würzmischung. Sie ist wundervoller Scharfmacher, Wärmespender und Tradition in einem.

Doch woher stammt der Name Curry?

Curry ist nicht gleich Curry. Hierzulande wird darunter die gelbe Gewürzmischung verstanden, in Indien bezeichnet es dagegen ein Gericht. Die Gewürzmischungen werden dort als „Masala“ bezeichnet.

Im 19. Jahrhundert wurden die Engländer auf das schmackhafte Gewürz aufmerksam. Da die Engländer das Wort „Kari“ nicht gut ausprechen konnten, wurde daraus „Curry“. So kam also die Gewürzmischung nach Europa. Die Europäer bevorzugten jedoch eine mildere Abwandlung der scharfen Masalas, so entwickelte sich die Rezeptur durch Zugabe von süßen Zutaten wie Ananas oder Bananen und ergab eine breite Palette an Gerichten.

Diese Tradition breitete sich von Indien aus in alle orientalischen Länder und bald auch über die ganze Welt. Im arabischen Raum werden damit Fleisch, Gemüse, Früchte und Nüsse geschmort und bei den Thais heißt es sogar „Curry wärmt die Seele“.

Bis zu 66 verschiedene Zutaten

Der Begriff „Curry“ bezeichnet drei Dinge: Ein aus Indien stammendes Eintopfgericht, das Pulver sowie die Paste. Grundsätzlich ist es eine Gewürzmischung, die, je nach Zubereitung, aus bis zu 66 verschiedenen Komponenten besteht. Die Grundbestandteile fast jeden Pulvers sind Kurkuma, Koriander, Cumin, schwarzer Pfeffer und Bockshornklee. Je nach Mischung werden weitere Gewürze hinzugefügt: beispielsweise Ingwer, Knoblauch, Zimt, Fenchel, Sternanis, Piment, Muskatnuss, Cayennepfeffer, Chili und Salz.

Pulver? Paste? Wie verwende ich nun das Curry?

Satayspieße, Garam Masala, Thaicurry – die Namen der Rezepte klingen so geheimnisvoll wie köstlich. Die wichtigste Zutat ist zweifelsfrei die richtige Gewürzmischung, die den Gerichten ihr einzigartiges Aroma verleiht. Man verwendet das Pulver nicht nur für Saucen, sondern auch zu den verschiedensten Fleisch- und Fischgerichten, Marinaden, Hackfleischzubereitungen, Suppen, Gemüse aller Art, Reis, asiatischen Wokgerichten und allen herzhaften Speisen, die mit Kokosmilch zubereitet werden. Außerdem würzt es Aufstriche, Dips und schenkt ihnen gleichzeitig seine typische, gelbe Farbe, die von der Kurkuma stammt.
Die Paste wird hauptsächlich in Thailand verwendet und enthält frische Komponenten wie Öl und Kräuter wohingegen das Pulver nur getrocknete Gewürze enthält und weniger scharf und milder ist als die Paste.

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