Rub Gewürze in Holzbox

Was ist ein Rub?

 

Gewürze gehören zum Grillen dazu. Für ein besonders aromatisches Ergebnis verwendest du einfach einen BBQ Rub. Damit reibst du vor dem Grillen dein Fleisch ein und lässt es dann gründlich durchziehen. Die Aromen ziehen so schon vor dem Grillen in das Fleisch ein und entfalten die volle Geschmacksvielfalt, wenn die Grillgewürze auf dem Rost erhitzt werden. Ohne Gewürz Rub’s würden sie nur sehr fade und langweilig schmecken. Auch kann man die Rubs als Basis für die Sauce verwenden, die man kurz vor Ende der Garzeit auf das Fleisch aufbringt. Der Rub entfaltet aber seine ganze Magie, bevor der Garprozess auf das Ende zugeht.

Wo ist der Unterschied zur Marinade?

Das Wort Rub kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts weiter als „Einreiben“. Wenn du dein Grillfleisch besonders aromatisch genießen möchtest, bietet sich eine Trockenmarinade an. Diese Art der Marinade wird auch BBQ Rub genannt. Der Rub ist mehr als ein Würzen mit Salz & Pfeffer, denn für einen guten Rub ist vor allem eines wichtig: leckere Gewürze. Diese sollten nur grob gemahlen sein, damit sie auf dem Grill erst ihre ätherischen Öle freisetzen und diese an das Fleisch abgeben. Der Unterschied zur Marinade besteht darin, dass der Rub komplett ohne Flüssigkeit auf das Fleisch aufgebracht wird und erst durch das Austreten des Fleischsaftes an Feuchtigkeit gewinnt. Auch beim Rub gilt: je länger der Rub auf dem Fleisch einzieht, desto intensiver werden die Aromen der Gewürze.

BBQ Rubs selber machen: So geht’s

Leckere Spareribs, Pulled Pork oder Schweineschulter – all diese Leckereien werden erst durch Gewürze richtig schmackhaft. Wenn du die Grundzutaten erst einmal zu Hause hast, kannst du immer wieder verschiedene Variationen der Trockenmarinaden zubereiten. Decke dich am besten mit folgenden fein gemahlenen Gewürzen ein:

  • Meersalz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Zwiebelpulver
  • Chipotle Pulver (geräucherte Ja­la­peños)
  • Zitronenpfeffer
  • Knoblauchpulver
  • Senfpulver
  • Kreuzkümmel
  • Thymian
  • Zimt
  • Piment
  • Muskatnuss
  • Cayennepfeffer
  • Oregano
  • Selleriesalz
  • getrocknete Zitronenschale
  • brauner Zucker

Vorsicht: Zucker und Salz sind starke Geschmacksgeber, sollten aber sparsam verwendet werden. Besonders Zucker kann die Kruste des Fleischs schnell auf dem Grill verbrennen lassen.

Es gibt generell 4 Hauptkomponenten, die den Rub bilden

Die Basis: Eine Basis muss relativ neutral sein, Paprika wird sehr oft dafür verwendet.

Das Salz: Egal ob pur oder als Gewürzsalz, eine gewisse Menge verschafft dem Rub viel Geschmack, aber passe bei der Dosierung auf.

Die Süße: Alle Zuckerarten können verwendet werden, aber besonders brauner Zucker hat meist mehr Geschmack und bringt optisch mehr als weißer.

Der Pepp: Hier kann man mit besonderen Gewürzen Akzente setzen, z.B. mit Chilipulver, Curry oder Habanero Chili.

Wie verwende ich die Rubs?

Verwende für kleinere Fleischstücke feiner gemahlene Gewürze, diese bringen den Geschmack schneller ins Fleisch.

Für größere Stücke empfiehlt es sich, grober gemahlene Gewürze zu nehmen, denn sie geben über einen längeren Zeitraum den Geschmack ab und bringen ihn vor allem tiefer ins Fleisch. Wenn der Rub auf das Fleisch aufgetragen wird, sollte man nicht mit zu viel Kraft vorgehen. Wird er zu stark eingerieben, dann landet das meiste nur auf den Händen.

Gehe ruhig großzügiger vor, die meisten Gerichte vertragen eine größere Menge Rub. Auf dem Fleisch schmeckt er nie so intensiv wie pur beim Probieren. Nach dem Aufbringen der Gewürze musst Du dem Fleisch Zeit geben die Aromen aufzusaugen. Hierfür wickelst du das Fleisch einfach in Frischhaltefolie ein oder gibst es in einen geschlossenen Behälter.

Lasse es danach einige Stunden im Kühlschrank ruhen. Fleisch kann gut über Nacht im Kühlschrank liegen bleiben. Fischfilet, Shrimps oder Ähnliches sollte jedoch nicht länger als eine Stunde ruhen.

Steak auf Grill

 Die Tipps im Überblick

Reibe den Rub nicht zu fest ein, lieber bestreuen und dann festklopfen

Gleichmäßig und durchgehend auftragen

den überschüssigen Rub nicht weiterverwenden und aufheben, denn er kam bereits mit dem Fleisch in Kontakt und ist Träger von Bakterien, die sich dann ungehindert weitervermehren können

Immer an Salz und Zucker denken

Dünne Stücke: feines Gewürz

Dicke Stücke: grobes Gewürz

gib dem Fleisch Zeit, den Rub aufzunehmen

 

Unsere Rubs im Überblick

Kalahari BBQ Rub

Louisiana BBQ Rub

Dallas BBQ Rub

Per Peri Rub

NY Rub

El Gaucho BBQ Rub

California Citrus Rub

Ankara Rub

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