Frischer Ingwer

Die Wunderknolle Ingwer

Bei Ingwer denken viele an fernöstliche Speisen mit exotischen Gewürzen. Was viele nicht wissen: Ingwer ist ein wahres Allroundtalent und kann nicht nur als Gewürz, sondern entfaltet auch als Wunderknolle große Wirkung. Scharf, würzig und gesund – Er ist ein sehr beliebtes Gewürz und sorgt gerade in der kalten Jahreszeit für wohlige Wärme von innen und verleiht vielen Speisen und Getränken eine angenehme, leicht zitronenartige Schärfe und sorgt für den richtigen Pfiff.

 

 

In welchen Formen ist Ingwer erhältlich?

Den frischen Ingwer gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt im Obstregal. Daneben kannst du ihn gemahlen als Gewürz kaufen, und in der Apotheke sind Ingwerkapseln erhältlich. Fast kaum findet man Ingwerpresssaft, kandierten oder in Sirup bzw. Essig eingelegten Ingwer.

Die in Sirup eingelegten Stücke gelten in China als gesunde Spezialität. Dort gibt es auch Ingwer-Pflaumen, Ingwer-Nüsse und weitere Leckereien. In Essig eingelegte Stücke sind in Japan beliebt. Neben Wasabi und Sojasauce ist der Ingwer als Beilage vor allem bei Sushi sehr bekannt. Dieser in Essig eingelegte Ingwer wird „Gari“ genannt und soll helfen, den Geschmack zwischen den verschiedenen Fischsorten zu neutralisieren. In Großbritannien trinkt man gerne zur Erfrischung auch Ginger Ale oder Ginger Beer.

 

Der Gesundheits-Booster

Über 160 verschiedene Inhaltsstoffe sind in der Wunderknolle zu finden. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • ätherische Öle
  • Zingiberen
  • Zingiberol (verleiht ihm seinen typisch aromatischen Geruch)
  • Gingerol (verantwortlich für den leicht brennenden Geschmack)
  • Shogaol
  • Mineralstoffe (Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, Natrium, Magnesium)
  • Vitamine (Vitamin C, A- und B-Vitamine)

 

Der fruchtig-scharfe Geschmack des Ingwers ist aber nicht nur lecker, auch seine Heilwirkung wird sehr geschätzt. Denn die Wurzel wirkt antioxidativ, entgiftend, entzündungshemmend, appetitfördernd und schleimlösend.

Er ist reich an Vitamin C und enthält darüber hinaus Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Das Rhizom wirkt antibakteriell und kann somit zu einer gesunden Darmflora beitragen.

Die Knolle hält also definitiv gesund. Sie hemmt die Vermehrung von Viren. Sie ist außerdem sehr wirksam gegen Übelkeit und deshalb gehört etwas Ingwer auf langen Reisen unbedingt mit in die Tasche.

Besonders die enthaltenen Scharfstoffe regen außerdem die Durchblutung und den Kreislauf an, beides meist ebenfalls gesund. Außerdem fördert Ingwer die Verdauung und steigert Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung. Sie ist sozusagen eine wahre Wunderknolle!

 

Geschmack

Wasser mit Ingwer und Zitrone

Der Geruch des Ingwers ist sehr aromatisch und erinnert manchmal an Zitronen. Der Geschmack ist leicht brennend, scharf und sehr würzig. Dabei verleiht die scharf aromatische Substanz Gingerol in der Wurzel dem Ingwer die angenehme Schärfe.

 

 

Hier ein paar Tipps zur Zubereitung

Ihr kennt es wahrscheinlich: Die Schale zu entfernen, ist oft gar nicht so leicht. Denn die Form des Ingwers, die Blattnarben und die vielen Auswüchse erschweren das Schälen. Deshalb solltet ihr sie beim Schälen zunächst nicht mitschälen:

 

Am einfachsten könnt ihr die Schale mit einem Sparschäler entfernen. Zunächst spart ihr Auswüchse aus und schält diese am Ende mit einem normalen Küchenmesser.

Wenn ihr lieber gleich zum Küchenmesser greift, dann schabt einfach damit die Schale ab. Bei frischem Ingwer ist die Schale sehr dünn und das Fleisch des Ingwers hart. Deshalb geht das Abschaben ohne Probleme.

Sogar für Kinder geeignet: Mit einem Teelöffel könnt ihr die weiche, dünne Schale ebenfalls einfach entfernen. Haltet den Löffel gut fest und schabt mit der Kante einfach über die Oberfläche. Die Haut löst sich so wunderbar ab, man kommt in alle schwierigen Stellen und hat obendrein nur sehr wenig Abschnitt. Hier gibt es auch keine Verletzungsgefahr, sodass auch Kinder den Ingwer schälen können.

 

 

Rezepte

Ob gekocht zu Fleisch oder Fisch, als Gewürz zu Gemüse, Currys oder Reis, oder roh ins Müsli geraspelt: Er schmeckt zu fast allem.

Hier ein paar Rezeptideen für die tägliche Power Ration:

 

TEE

Einfach zwei Esslöffel frischen Ingwer mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen und ca. zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen. Anstelle von frischem Ingwer kann natürlch auch Ingwerpulver verwendet werden. Zusätzlich kann dieser Tee mit frischem Zitronensaft oder Honig verfeinert werden.

Unter anderem tut Ingwertee bei Übelkeit, Erkältungen, Blähungen und Magenbeschwerden gut!

 

WASSER

Ingwerwasser ist schnell zubereitet: Ein ca. daumengroßes, frisches Ingwerstück waschen und in dünne Scheiben schneiden. In eine Kanne geben und mit Wasser übergießen. Nach ca. zehn Minuten kann man das Wasser genüsslich über den Tag verteilt trinken. Je länger der Ingwer im Wasser bleibt, desto intensiver wird der Geschmack.

Ingwerwasser stärkt das Immunsystem, regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an, weiters hilft es Erkältungssymptome und Verdauungsbeschwerden zu lindern.

 

SIRUP

150g frischen Ingwer schälen und klein schneiden. Eine Zitrone auspressen, Schale abreiben. Alles mit 800 ml Wasser in einem Topf für ca. 25 Minuten offen köcheln lassen. Den Sud durch ein Sieb gießen, 250g Zucker zugeben und erneut ca. 25 Minuten köcheln lassen. Hilft gut gegen Halsschmerzen. Kann auch als Tee getrunken werden.

 

ÖL

Ingwer-Öl bindet die gesunden Inhaltsstoffe aus dem Ingwer in Öl. Die Gingerole im Ingwer-Öl sollen die Durchblutung fördern und helfen, Muskeln zu entspannen. Auch als Aromabad und Massageöl ist es nutzbar.

Um Ingweröl selber zu machen, brauchst du folgende Zutaten:

  • 250 Milliliter Olivenöl
  • 100 Gramm frischen Ingwer
  • Reibe
  • Topf
  • Glasflasche
  • Sieb

 

So einfach geht’s:

Ingwerwurzel gründlich schälen. Anschließend den Ingwer mit einer Reibe in einen Topf hobeln. Olivenöl hinzugeben und beides gut vermischen. Das Ingwer-Öl nun für zwei Stunden bei niedriger Temperatur vor sich hin köcheln lassen. Anschließend absieben und in eine saubere Flasche abfüllen. Ca. zwei Wochen „reifen“ lassen, damit es sein volles Aroma entwickeln kann.

 

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